Nach vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen hat die DSG Union HB-Fliesen Naarn eine intensive Woche hinter sich gebracht. "Nach dem 0:6-Derbydebakel in Perg ist mir einiges durch den Kopf gegangen. Auch Rücktrittsgedanken waren in der ersten Emotion dabei. Doch nach einer ordentlichen Aussprache mit der Mannschaft und drei Trainingseinheiten, in denen die Spieler gut gearbeitet haben, ist wieder alles in der Reihe. Und heute war die Mannschaft heiß", freut sich Naarns Trainer Hubert Ebenhofer nach dem wichtigen Heimieg im Donauwell-Stadion gegen die Union Baumgartenberg.
Dabei gingen die Gäste als Favorit ins Spiel, präsentierte sich doch die Ulmer-Elf als bislang beste Auswärtsmannschaft der Liga und konnte zudem die letzten drei Spiele in der Landesliga Ost für sich entscheiden. Doch die Hausherren begannen überaus aggressiv, haderten jedoch nach zwei Minuten mit Schiedsrichter Clemens Schüttengruber, dessen Pfeife nach einem elfmeterverdächtigen Foul an Philipp Bisenberger stumm blieb. Als sich die Ebenhofer-Elf noch benachteiligt fühlte schlug es zudem im Kasten von Torwart Christian Schoder ein: Baumgartenbergs Kapitän Karl Fröschl zog aus rund 30 Metern ab und das Leder landete genau im Dreieck.
Doch die Naarner erholten sich rasch vom Schock, spielten diszipliniert weiter und zeigten Kämpferherz. Und nach einer halben Stunde hatten sie das Spiel dann gedreht - Jasmin Majdankic und Harald Klinger, der heute wieder in gewohnter Form agierte, stellten auf 2:1. Einmal auf der Siegerstraße, ließ sich die Ebenhofer-Elf im zweiten Durchgang die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit zwei weiteren Treffern entschied Klinger endgültig das Spiel. Baumgartenberg konnte durch den kurz zuvor eingewechselten Dietmar Wagner zwar noch verkürzen, den verdienten 4:2-Sieg der Union Naarn aber nicht mehr verhindern.
"Die Mannschaft hat heute Charakter bewiesen, toll gekämpft und auch spielerisch überzeugt. Wichtig war, dass wir Asmir Ikanovic und Querim Idrizaj großteils neutralisieren konnten. In dieser Woche ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Spielt sie annähernd so weiter, dann werden wir im Herbst noch einige Punkte einfahren können", ist Hubert Ebenhofer von seinem Team überzeugt. |